Beamte & Referendare

Neue PKV-Tarife für Beamte und Referendare: Was hinter „Be Fit“ steckt

10. August 2026 · Michael Goecke

In der privaten Krankenversicherung für Beihilfeberechtigte kommt Bewegung in den Markt: Die HanseMerkur hat eine neue Tarifgeneration für Beamte, Beamtenanwärter und Referendare vorgestellt — „Be Fit" in drei Ausprägungen. Als Makler mit vielen Lehrkräften und Beamten unter meinen Kunden habe ich mir die Neuheit angesehen. Hier die wichtigsten Punkte, sachlich eingeordnet.

Drei Bausteine für drei Lebenslagen

  • Für Anwärter und Referendare gibt es einen eigenen Einstiegstarif mit bewusst niedrigen Ausbildungsbeiträgen (laut Anbieter ab rund 40 Euro im Monat, zuzüglich Pflegepflichtversicherung). Nach dem Ende der Ausbildung wird automatisch in den Leistungstarif umgestellt — die Versicherungszeiten werden angerechnet, eine erneute Gesundheitsprüfung findet für die Umstellung nicht statt.
  • Für preisbewusste Beamte gibt es eine schlanke Tariflinie mit soliden Leistungen bis zu den Höchstsätzen der Gebührenordnungen.
  • Für leistungsorientierte Beamte eine Premiumlinie — unter anderem mit Erstattungen auch über die Höchstsätze der GOÄ/GOZ hinaus und einem Beihilfeergänzungstarif, der typische Kürzungen der Beihilfe auffängt (etwa bei Sehhilfen, Zahnersatz sowie Material- und Laborkosten).

Zwei Details, die aufhorchen lassen

Garantierte Beitragsrückerstattung: Wer ein Jahr keine Rechnungen einreicht, erhält im Premiumtarif laut Anbieter eine tariflich garantierte Pauschalerstattung — als Beispiel werden bei 50 Prozent Beihilfe 600 Euro im Jahr genannt. Das ist bemerkenswert, weil Beitragsrückerstattungen sonst meist freiwillige, jährlich neu festgelegte Leistungen sind. Alternativ gibt es eine Variante, die den Beitrag von Beginn an monatlich reduziert.

Optionsrechte ohne neue Gesundheitsprüfung: Versicherte der schlanken Linie können im 4. Versicherungsjahr ohne erneute Risikoprüfung in die leistungsstärkere Linie wechseln, im 6. und 8. Jahr zu vereinfachten Bedingungen. Gerade für junge Beamte, deren Gesundheit sich verschlechtern kann, ist ein solches Wechselrecht bares Geld wert.

Speziell für Referendare interessant

Ein Detail, das viele erst beim zweiten Hinsehen bemerken: Zwischen dem Ende des Referendariats und der Verbeamtung auf Probe liegen oft die Sommerferien — eine Übergangszeit ohne Beihilfeanspruch. Der neue Anwärtertarif deckt diese Lücke laut Anbieter mit einer 100-Prozent-Absicherung ab. Wer im Referendariat ist oder es plant, sollte diesen Punkt bei jedem Anbieter aktiv prüfen — er wird in Beratungen häufig übersehen. Mehr zum Thema auf unseren Seiten für Lehrkräfte und Referendare und für Beamte.

Meine Einordnung als Makler

Neue Tarife sind zunächst einmal genau das: neu. Ob sie zu Ihnen passen, entscheidet nicht der Prospekt, sondern der Vergleich — Bedingungen, Beitragsstabilität und Ihre persönliche Situation (Beihilfesatz, Bundesland, Familienplanung, Gesundheitshistorie). Als Makler arbeite ich allein in Ihrem Auftrag und lege meiner Empfehlung eine ausgewogene Marktuntersuchung zugrunde: Die neue Tarifgeneration der HanseMerkur ist dabei eine Option von mehreren am Markt — für manche Konstellationen eine sehr interessante, für andere nicht die beste Wahl.

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Sie sind Beamter, Anwärter oder Referendar? — Ich vergleiche die Beamten-Tarife mehrerer Gesellschaften für Ihre konkrete Situation. Alles Weitere auf den Seiten für Beamte und für Lehrkräfte & Referendare.

Transparenzhinweis: Alle Tarifangaben laut Anbieterinformationen der HanseMerkur (Stand: August 2026), ohne Gewähr — maßgeblich sind allein die jeweiligen Versicherungsbedingungen. Dieser Beitrag ist keine Produktempfehlung, sondern eine redaktionelle Einordnung; eine Empfehlung erfolgt erst nach individueller Beratung und Marktvergleich.

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