Ein Probearbeitstag ist für beide Seiten eine gute Gelegenheit: Der Arbeitgeber erlebt den Bewerber im Betriebsalltag, der Bewerber lernt Team und Aufgaben kennen. Rechtlich wirft das sogenannte „Schnuppern" aber Fragen auf, die man vorher klären sollte.
Bezahlung: Zuschauen oder Mitarbeiten?
Entscheidend ist, ob echte Arbeitsleistung erbracht wird. Wer nur hospitiert, also zuschaut und Fragen stellt, hat in der Regel keinen Anspruch auf Vergütung. Wer dagegen produktiv mitarbeitet und damit einen wirtschaftlichen Wert für den Betrieb schafft, sollte dafür auch bezahlt werden. Die Grenze ist fließend – deshalb empfiehlt es sich, Dauer und Inhalt der Probearbeit vorab schriftlich festzuhalten.
Versicherungsschutz beim Probearbeiten
Gute Nachricht: Auch beim unbezahlten Probearbeiten besteht in vielen Fällen gesetzlicher Unfallversicherungsschutz, weil der Bewerber wie ein Beschäftigter in den Betrieb eingegliedert ist. Trotzdem gilt: Nachfragen schadet nicht. Klären Sie vor dem Termin, ob der Betrieb die Probearbeit seiner Berufsgenossenschaft meldet.
Meine Empfehlung
- Dauer begrenzen – ein bis maximal zwei Tage sind üblich.
- Vereinbarung schriftlich festhalten (Zeitraum, Aufgaben, Vergütung).
- Eine private Unfall- und Haftpflichtversicherung schließt verbleibende Lücken – gerade auf dem Weg zum Betrieb.
Sie sind unsicher, ob Ihr Versicherungsschutz solche Situationen abdeckt? Sprechen Sie mich gern an – ich prüfe das für Sie.
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