Vorsorge

Riester wird abgelöst: Das Altersvorsorgedepot kommt

22. Juli 2026 · Michael Goecke

Das im Mai 2026 verkündete Altersvorsorgereformgesetz löst die Riester-Rente im Neugeschäft ab: Ab dem 1. Januar 2027 gibt es das Altersvorsorgedepot. Gespart wird in einem echten Depot mit Fonds oder ETFs — ohne vorgeschriebene Beitragsgarantie, dafür mit direkten staatlichen Zulagen.

Die Förderung in Kürze

  • Bis zu 540 Euro Grundzulage pro Jahr: 50 Prozent auf die ersten 360 Euro Eigenbeitrag, 25 Prozent auf weitere Beiträge bis 1.800 Euro.
  • 300 Euro Kinderzulage je kindergeldberechtigtem Kind und Jahr — der Staat verdoppelt Ihre Kinder-Beiträge bis 300 Euro.
  • 200 Euro Berufseinsteigerbonus einmalig bei Abschluss vor dem 25. Geburtstag.
  • Eine Familie mit zwei Kindern kommt so auf bis zu 1.140 Euro Zulagen pro Jahr — eine Förderquote von 47,5 Prozent, vor jeder Wertentwicklung.

Erstmals auch für Selbständige und Beamte

Der Kreis der Förderberechtigten ist deutlich größer als bei Riester: Neben Arbeitnehmern sind künftig auch Selbständige, Beamte, Richter, Soldaten und Mitglieder berufsständischer Versorgungswerke unmittelbar förderberechtigt.

Was wird aus Riester?

Bestehende Riester-Verträge genießen Bestandsschutz — niemand muss wechseln. Möglich ist aber der Wechsel in die neue Förderung oder die Übertragung des Guthabens in ein Altersvorsorgedepot, ohne erhaltene Zulagen zurückzuzahlen. Was im Einzelfall günstiger ist, sollte man durchrechnen — genau das biete ich als Förder-Check an.

Alle Details — Produktvarianten, Auszahlungsphase, Rechenbeispiel — habe ich auf einer eigenen Seite zusammengestellt: Das Altersvorsorgedepot im Überblick.

Stand: August 2026 · Alle Angaben ohne Gewähr, keine Steuerberatung.

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