Für die meisten Menschen ist das eigene Haus der größte Vermögenswert ihres Lebens. Eine Wohngebäudeversicherung schützt dieses Vermögen – wenn sie richtig aufgestellt ist. Beim Abschluss lohnt sich der Blick ins Detail, denn Tarif ist nicht gleich Tarif.
Was ist versichert?
Die klassische Wohngebäudeversicherung deckt drei Gefahren ab: Feuer, Leitungswasser sowie Sturm und Hagel. Versichert ist das Gebäude selbst samt fest verbundener Bestandteile – von der Heizungsanlage über Einbauküchen bis zur Markise.
Elementarschäden nicht vergessen
Starkregen, Rückstau, Überschwemmung oder Erdrutsch sind in der Grunddeckung nicht enthalten. Gerade die letzten Jahre haben gezeigt, wie schnell auch Regionen abseits von Flüssen betroffen sein können. Der Baustein Elementarschadenversicherung gehört deshalb aus meiner Sicht heute in jeden Vertrag.
Typische Stolperfallen
- Unterversicherung: Der Versicherungswert muss zum Gebäude passen. Achten Sie auf den Unterversicherungsverzicht im Vertrag.
- Grobe Fahrlässigkeit: Gute Tarife verzichten auf die Kürzung der Leistung, etwa wenn ein Fenster gekippt war.
- Ableitungsrohre auf dem Grundstück: Oft nur gegen Zusatzbeitrag versichert – aber im Schadenfall teuer.
- Alte Verträge: Wer seit vielen Jahren nicht angepasst hat, versichert häufig zu Konditionen, die aktuellen Anforderungen nicht mehr genügen.
Als Makler in Ihrem Auftrag vergleiche ich die Bedingungen vieler Gesellschaften – und finde den Tarif, der zu Ihrem Haus passt, nicht umgekehrt.
Ein Hinweis zum Beitrag: Weil die Versicherungssumme beim gleitenden Neuwert automatisch mit den Baukosten wächst, steigt auch der Beitrag jedes Jahr — 2026 um 4,22 Prozent. Wie dieser Anpassungsfaktor zustande kommt und wann eine Erhöhung darüber hinausgeht, steht hier: Anpassungsfaktor 2026.
Wie hoch ist Ihr Hochwasser-Risiko? Der GDV-Check
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) bietet einen kostenlosen Hochwasser-Check: Adresse eingeben — und Sie sehen, wie Ihr Grundstück bei Starkregen und Flusshochwasser eingestuft ist. Eine gute Grundlage für das Gespräch über den Elementarschutz.